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Papa Roach mag zwar -- was seinen Musikstil angeht -- in die
Metal-Rap Kategorie geschoben werden, aber dieses junge Quartett hat
mehr Gemeinsamkeiten mit der absonderlichen, hartgesottenen
Funk-Metal-Spielweise von Faith No More. Ende der 90er Jahre lässt
Papa Roach aus Vacaville in Nord-Kalifornien grüßen und ist dort
damit beschäftigt, die beachtlichen Fähigkeiten im Bereich des
Song-Schreibens an einer Unmenge von Material weiter zu entwickeln,
das vor Infest, ihrem ersten Auftritt bei einer größeren
Plattenfirma, entstand. Bei den zwölf Songs (inkl. eines versteckten
Tracks) wird bei Infest Papa Roachs Vielseitigkeit in der Musik und
bei den Texten deutlich. Der Sänger und Songschreiber Coby Dick
zeigt bei seinem Gesang eine Art Punk-Attitüde, aber seine Texte bei
"Dead Cell" und "Broken Home" sind zutiefst persönlich, intelligent
und nachdenklich. Von dem erregenden "Last Resort" bis hin zu dem
Markenzeichen der Band, ihrem Kampfruf "Infest" bringt Papa Roach
Elemente des Rock, Hip-Hop, Funk, Metal und Reggae und fügt sie zu
einem klaren, typischen und überraschend melodischen und
geschlossenen Sound zusammen, der vor Energie und Angstgefühlen nur
so bebt.
Laut.de
Soundtechnisch liegen die vier Youngsters auf alle Fälle voll im
Trend. Fett bratende Gitarren mit griffigen Melodien, eine
Rhythmusfraktion, die oberst amtliche Grooves ablässt, und ein
Sänger, der mit charismatischer Stimme von seiner schweren
Vergangenheit und den Problemen Jugendlicher im Allgemeinen erzählt.
Eigentlich nichts Neues, wenn man berücksichtigt, dass die Jungs
stellenweise auch schwer an Rage Against The Machine erinnern.
Und doch haben die vier Kakerlaken-Väter das gewisse Etwas, das
ihnen ja jetzt schon zu einem enormen Bekanntheitsgrad verholfen
hat. Fragt mich jetzt nicht, was es ist, aber die Songs bleiben
einfach im Ohr hängen, bringen deinen Fuß zum Zucken und ehe du Dich
versiehst, singst du auch schon den Chorus mit.
Dass Limp Bizkit große Stücke auf Papa Roach halten, ist schon lange
kein Geheimnis mehr. Auch RATM nahmen sie schon mit auf Tour und
wurden laut einigen Reviews von den Jungspunden regelrecht an die
Wand gespielt.
Dass es bei ihnen nicht nur im Video zur ersten Single "Last Resort"
heftig abgeht, sondern auch auf der Bühne, zeigten die vier ja auch
schon bei einem ersten kurzen Deutschland-Tripp. Von "ganz großem
Crossover-Sport" berichtet der Kritiker und resümiert: "Sie haben
definitiv gerockt!"
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