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Papa Roach CD Kritiken LoveHateTragedy
  LoveHateTragedy

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CDstarts.de - Wertung: 7/10

"Infest" war der Durchbruch einer Band, die man so vorher in Europa nun gar nicht kannte. Ein Crossover-Brett, das Otto-Normal-Rock-Verbraucher gar als langweiliges "draufrumgeschrote" zu degradieren versuchte. Doch es war mehr, was Papa Roach mit ihrem viertem Album erreichten, es war ein aggressives Werk mit reichlich Rapgesang und - sowieso - ordentlichem Schmackes.

Auf den überwältigenden Erfolg der Platte musste natürlich rasch ein Nachfolger folgen und "LoveHateTragedy" macht seinem Namen alle Ehre. Es gibt viele, die Papa Roach dafür lieben werden, jetzt endgültig dem Rap abgeschworen zu haben und gar richtigen Rock zu produzieren. Und man muss es einfach mal sagen: Schon die Single "She Loves Me Not" ist alles, nur kein Crossover oder gar Nu Metal. Eher melodischer Emocore, auch wenn alle Freunde von Schubladen jetzt losbrüllen werden. "LoveHateTragedy" ist quasi eine reine Rockplatte, bestückt mit Halbballaden ("Decompression Period") und sehr gutem Rockmaterial ("Time And Time Again"). Doch dafür werden alte Fans die Combo aus Nordkalifornien wahrscheinlich eher hassen. Dabei tut sich doch alles, um genau das zu verhindern: Denn ihr Schmackes haben die vier Amerikaner ja nun nicht an der Garderobe des Mainstreams abgegeben: Schon der Opener "M-80 (Explosive Energy Movement)" haut ordentlich rein und auch im weiteren Verlauf gibt es ordentlich Zündstoff.

Doch insgesamt ist ein Sinneswandel bei Papa Roach inzwischen schon sehr offensichtlich. So will Sänger Jacoby Shaddix, der sich bisher nur "Coby Dick" rufen lies, in Zukunft mehr und mehr mit seinen richtigen Namen auftreten. Seriöser klingt das, weniger "draufrumgeschrote", um auf die Anfangsaussage zurückzukommen. Die Leute, die Papa Roach ihr musikalisches Können partout immer abschreiben wollten, werden mit "LoveHateTragedy" sicher einen neuen Freund finden, wer indessen die genialen Momente - und die gab es definitiv auf "Infest" - sucht, wird kaum zufriedengestellt, auch wenn "LoveHateTragedy" insgesamt ein gutes Album ist.

Anspieltipps:
*
Life Is A Bullet
*
Time And Time Again
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Gouge Away

Geschrieben von Matthias Eisen

 

Prosieben.de

Wie schon beim Vorgänger "Infest" hat das kalifornische Quartett auf "lovehatetragedy" ein paar Songs gepackt, die schnell ins Ohr gehen und im Metal-Genre eher als "leichte Kost" gelten dürften. "Live Is A Bullet", "Time And Time Again" oder "Walking Through Barb Wire" verleiten zum Mitsingen und können gleichzeitig ordentlich rocken. Eine gute Mischung eigentlich, gegen die zumindest die Fans nichts einzuwenden haben dürften. Ganz nebenbei sind Papa Roach auch prompt in die Charts eingestiegen.

Wer die erste Kakerlaken-CD sowieso schon daheim hat, wird sich über den erwachseneren und reiferen Sound von "lovehatetragedy" freuen dürfen. Aber man könnte den Jungs auch außerhalb der Metal-Szene Erfolg prognostizieren. Papa Roach haben in der Härte ihrer Musik leicht nachgelassen und könnten so einem breiteren Publikum willkommen sein. Der Begriff Kakerlake muss eben nicht immer etwas schlechtes bedeuten.

Winhilfe.de

Für ihr zweites Werk bei einem Major-Label verwenden Papa Roach aus Nordkalifornien das gleiche Rezept wie andere Rap Metal Crossovers: aggressive, wuchtig daher kommende Riffs, von Angstzuständen erfüllte Texte und ein Anflug von gutem, altem klassischem Rock. Bei Tracks wie "Time And Time Again", "Born With Nothing, Die With Everything" und "She Loves Me Not" erleben wir gewaltige, satt klingende und clever angelegte Refrains, die locker ins etwas härtere Programm eines Mainstream-Radios passen würden. An anderen Stellen sind sie wesentlich anspruchsvoller: "Explosive Energy Movement" fetzt im Punk-Stil daher und zu dem impulsiven "Lovehatetragedy" gehören interessante Akkord- und Tempowechsel. Jacoby Shaddix (der Sänger, der früher unter dem Namen Coby Dick auftrat) liefert eine eindrucksvolle Darbietung. Wenn ihm auch vielleicht die Power der meisten seiner Kollegen fehlen mag, so gleicht er dies durch seine eher an der Melodie orientierte Interpretation aus und dies sogar mitten in seinen Raps. Das einzige, was hier fehlt, ist ein deutliches Unterscheidungsmerkmal von allen anderen -- aber das ist schon in Ordnung, zumindest haben sie dieses Mal keine Riffs bei Iron Maiden abgeschaut.

Geschrieben von Gail Flug

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